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Geschrieben von: Robert Schmieder
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Donnerstag, 10. November 2011 um 21:00 |
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Mit einem Paukenschlag hatte die Trainingswoche vor dem Derby "auswärts" beim FC Bieber begonnen. - Trainer Bärmann hatte am Montag nach der 12:1-Schlappe beim BSC Offenbach II dem Abteilungsleiter mitgeteilt, dass er die 2. Herrenmannschaft nicht weiter betreuen kann.
Kurzerhand reaktivierte Ibi Jaber die Verbindung zu Thomas Schaack und der zögerte nicht lange. - Bereits am Mittwoch stand er auf dem Trainingsplatz.
An dieser Stelle möchte sich die 2. Herrenmannschaft aber noch einmal bei Alexander Bärmann bedanken, dass er sie auf den Weg gebracht hat, auf dem sie sich jetzt befindet. - Er war es, der den Jugend-Stil in die Mannschaft gebracht und damit die Zukunft der SG Wiking II eingeleitet hat.
Im ersten Spiel unter Trainer Schaack sollten die richtigen Lehren aus dem Debakel der Vorwoche und den beiden ebenfalls nicht erfolgreichen Spielen davor gezogen werden. - Arbeiten, arbeiten, arbeiten! - "Wir sind nicht die spielstärkste Mannschaft der Liga, aber vielleicht die jüngste. Also müssen wir den Gegner an seine Leistungsgrenzen führen," lautete daher die Parole.
Keinen Schönheitspreis wollte man gewinnen im Derby um die Vorherrschaft auf dem Sportgelände, einfach nur: "Kämpfen und siegen!"
Der Gegner schickte eher eine jugendlich verstärkte Alt-Herren-Truppe auf den Platz, aber gegen die Art Gegner mussten die Wikinger in dieser Saison schon mehrmals einsehen, dass 80% nicht reichen.
Als dann endlich der richtige Platz für die Partie gefunden war, konnte die Begegnung ein wenig verspätet beginnen.
Von Beginn an höchst konzentriert und engagiert agierten die elf Wikinger, die auf dem Feld standen. Die übrigen Wikinger außerhalb motivierten und unterstützten die Elf. - "Wir sind Wiking!", wurde seit langem mal wieder auch in der Reserve-Mannschaft gelebt.
Über diesen Zusammenhalt erarbeitete man sich eine Feldüberlegenheit, die sich aber nicht nur im Einsatz, sondern auch in der Spielanlage zeigte. Defensiv kompakt schob man auf dem kleinen Kunstrasen die Räume zu, schaltete nach Ballgewinn rasch auf Offensive um und setzte Alexidis in der Spitze ein. Immer wieder machte er sich allein auf den Weg Richtung Tor. Häufig hatte er einen schweren Stand gegen mindestens zwei Gegenspielern, oft war er aber auch nur durch Fouls zu stoppen.
So auch in der 35. Minute, als der junge, aber souveräne Schiedsrichter auf Vorteil erkannte, Pfrötzscher an den Ball kam und einfach mal Richtung Tor schoss. Der Ball war zwar nicht sonderlich platziert, reichte aber, um den Schlussmann zu überwinden. - Die Freude um sein 1:0 war entsprechend groß, aber von den Spielanteilen gerecht.
Weitere Chancen wurden bis zur Halbzeit erarbeitet und herausgespielt, waren aber nicht so zwingend oder wurden so leicht fahrlässig abgeschlossen, dass kein weiteres Tor fallen wollte. So ging man mit der knappen Führung in die Pause.
Schaack attestierte dem Team, seine Vorgaben bisher umgesetzt zu haben, aber dennoch nicht schon wieder zufrieden zu sein. Sich selbst für den Einsatz belohnen, sollte sich die Mannschaft anstatt einen Gang zurückzuschalten.
Das versuchten die Wikinger auch, waren auch im zweiten Durchgang weiter leicht überlegen, schafften aber auch weiterhin keinen zählbaren Torabschluss. Weil man über die gesamte Spielzeit natürlich nicht alle Torchancen des Gegners verhindern kann, musste man sicht stets auch vor dem Ausgleich in Acht nehmen.
Dazu versuchten die Hausherren über ein wenig mehr Härte die Spielanteile auszugleichen. Das gelang in soweit, dass die Partie häufiger unterbrochen werden musste und damit der Spielfluss ein wenig verloren ging. Einer traurigen, aber bezeichnenden Folge von Unsportlichkeiten fielen in diesem Zusammenhang Kirchner und der Verursacher selbst zum Opfer. - Der Wiking-Spieler wird nach Foul der Kategorie "rotwürdig" in diesem Jahr vielleicht nicht mehr spielen und der Foulende nach weiteren Taten in Verbindung mit verbalen Entgleisungen frühzeitig zum Duschen geschickt wurde.
Bevor noch unschönere Szenen den Schlusspunkt an das Spiel setzen konnten, beendete der Unparteiische pünktlich die Begegnung. So feierte die SG Wiking einen Arbeitssieg, der aber unter dem Strich verdient ist.
Für die kommenden Wochen sollte dieser Sieg aber kein Ruhekissen sein, sondern das Zeichen, dass man mit Zusammenhalt und Einsatzwillen auch knappe Spiele und verschiedene Anforderungen gemeinsam meistern und gemeinsam erfolgreich sein kann.
Für die SGW spielten:
Eberts, Seitz, Leppin, Fenchel, Grimm, da Silva, Schmieder, Pfrötzschner, Kirchner (Nowack), M. Herzing, Alexidis (Burkic)
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Spielklasse
Kreisliga C Offenbach-Mitte
Training
Mi & Fr 19:30 - 21:00 Uhr
Sportzentrum Am Wiener Ring
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